In einer Präsentation auf der Dortmunder Konferenz (dokorp) 2025 „Grund zum Planen in Zeiten multipler Krisen“ stellten Katharina Holec, Laura Mark und Tobias Escher weitere ausgewählte Empfehlungen für den Umgang mit Planungskonflikten im Kontext der Verkehrswende vor. Die Präsentation entstand aus der fortlaufenden Beschäftigung mit Handlungsempfehlungen, die von der Forschungsgruppe CIMT als Synthese der verschiedenen Forschungsstränge und in Kooperation mit den Kommunen ausgearbeitet wurde.
Diese Empfehlungen sind abgeleitet aus verschiedenen Forschungsergebnissen aus dem CIMT-Projekt. Sie stützen sich auf quantitative Daten aus Befragungen von mehr als 2.000 Personen und qualitative Daten aus mehr als 20 Interviews zu verschiedenen Mobilitätsplanungsprozessen in drei deutschen Städten, sowie eine quantitative Analyse der Beteiligungslandschaft in Deutschland auf Basis einer von uns aufgebauten umfangreichen Datenbank mit über 350 verkehrsbezogenen Beteiligungsverfahren. Nach Rückmeldung von Praxispartner*innen wurden sie überarbeitet und in eine schlüssige Form gebracht
Empfehlungen
Für die Präsentation wurden aus den bislang erarbeiteten Empfehlungen folgende zwei ausgewählt und zur Diskussion gestellt:
Es ist nicht die vorrangige Aufgabe von Konsultationsverfahren, einen Konsens zu grundlegend strittigen Themen wie der Verkehrswende zu erzielen.
Im Vergleich zur Präsentation auf der CMUS Konferenz in Aalborg wurde diese Empfehlung im Prozess der Entwicklung der Handlungsempfehlungen leicht angepasst und umformuliert, sodass Konsens zwar weiterhin nicht als vorrangige Aufgabe von Konsultationsverfahren gesehen wird, aber zumindest als Teilaspekt angestrebt werden kann. Weiterhin ist es so, dass betont wird, dass die Verkehrswende grundsätzlich umstritten ist. Die Herleitung der Handlungsempfelung ist im Beitrag zur Mobilities Controversies Konferenz in Aalborg 2024 nachzulesen.
Die Ergebnisse der Konsultation müssen durch andere Perspektiven ergänzt werden, um zu einer ausgewogenen Entscheidung im Sinne der Verkehrswende zu gelangen!
Auch hier wurde nach Diskussion mit Praxispartner*innen die Formulierung leicht angepasst. Die Formulierung wurde vor allem in Hinblick darauf geändert, dass darin nochmal klar gestellt werden sollte, dass Entscheidungen in erster Linie im Sinne der Verkehrwende getroffen werden sollten und diese dann auch noch ausgewogen sein sollten.
Präsentation und Publikation
Wir arbeiten momentan an einer Aufbereitung dieser und weiterer empirisch fundierter Empfehlungen für den Einsatz von Beteiligung in der Verkehrswende.